Über das Glück, was es ist und wie es zu erlangen sei, darüber hat wohl jeder schon einmal nachgedacht. Manche Ergebnisse solcher Denkvorgänge muten ein wenig seltsam an.

Seit einiger Zeit bekomme ich in unregelmäßigen Abständen Infomail von Sandra. Nur um das gleich klarzustellen: Sandra ist eine sympathische, aufrichtige, schätzenswerte Person, mit der ich auf beruflicher Ebene eine Zeit lang zu tun hatte. Mir liegt also nichts ferner, als Sandra in irgend einer Weise zu verunglimpfen. Die Inhalte ihrer Mail sind einfach nur symptomatisch für eine seltsame Begriffsverwirrung, die in den letzten Jahren immer mehr Raum greift.

GlückFinderKinder Da gibt es “Glücksworkshops” für Kinder, sprich Zeltlager mit schönen Freizeitaktivitäten und einer täglichen Stunde Glückstraining, in denen sie zu  “GlücksFinderKindern” geschult werden.

Eine Ausbildung zum Glücksbotschafter wird angeboten und Glückfindungs-Seminare stehen unter dem Motto:

“Sie wollen täglich Glücksgefühle erleben? Dann tun Sie etwas dafür!”

Da sind wir dann auch schon beim Kern der Sache angelangt. Wo immer von Glück die Rede ist, wird dieser Begriff recht schnell mit “Glücksgefühlen” gleichgesetzt.
Ein wenig googeln und es wird klar, dass mittlerweile durchgängig Glück und Glücksgefühle verwechselt werden.
Ob es eine Website mit “Psychotipps” ist, auf der Glücksrezepte empfohlen werden, die Seite eines unabhängigen “Altersvorsorge-Beraters”, der Glück mit Glücksgefühlen gleichsetzt, ein interessanter Artikel bei der “WELT-ONLINE”, eine Veröffentlichung bei “Bild der Wissenschaft” oder die Erkenntnisse eine Autoren bei “SPIEGEL ONLINE”, der sich mit Botenstoffen, Gehirnfunktionen und Drogen beschäftigt – bei allen findet die gleiche Begriffsvermengung statt.

Glück = Glücklichsein = Glücksgefühle

Nun will ich dem geneigten Leser nicht länger vorenthalten, was schon in der Überschrift angekündigt ist, den KLUGEn.Kluge

Der Kluge” ist ein etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache und eines der meistfre-quentierten Bücher in meiner Bibliothek. Wer – wie ich – Sprachgenauigkeit zu schätzen weiß, der kommt oft nicht umhin, sich über genauen Ursprung und die – sich oft wandelnde – Bedeutung eine Wortes Klarheit zu verschaffen. Nachdem mir der Gebrauch des Wortes “Glück” in der letzten Zeit immer suspekter wurde, habe ich also meinen “Kluge” zu Rate gezogen um sicherzustellen, dass ich mit meinen Ansichten über Inhalt und Bedeutung dieses Wortes richtig liege.
Der Einfachheit halber zitiere ich nachfolgend mal aus Wikipedia, da die Eintragung bei Wiki in etwa mit “dem Kluge” übereinstimmt.

“Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke (ab 12. Jahrhundert) bzw.mittelhochdeutsch gelücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses.”
Der Kluge hat hier noch den ergänzenden Hinweis auf die Bedeutungs-übertragung aus dem Altfranzösischen destinée = Festsetzung, Bestimmung Beschluß und andererseits “christliches Fatum” ins Altniederfränkische gilukki = beschließen, festsetzen, bestimmen, das in den mittelniederdeutschen Begriff gelucke (geluc) eingeflossen ist.

Glück bedeutet demnach, dass etwas gelingt, den günstigen Ausgang oder das gute Ende eines Ereignisses.

Da stellt sich mir die Frage, inwiefern das nun zwingend mit Glücksgefühlen zusammenhängt? Natürlich können das glückliche Ende eines Ereignisses oder das Gelingen eines Vorhabens, oder das Erreichen eines vorgenommenen Zieles auch Glücksgefühle hervorrufen – keine Frage. Aber “Glücksgefühle” sind eben nicht “Glück”! Glücksgefühle erlebt auch ein Junkie wenn die Wirkung seiner Droge einsetzt.
Scheinbar sind wir auf dem besten Wege eine Gesellschaft von Glückgefühlsüchtigen zu werden, für die die Ausschüttung von Endorphinen das höchste anzustrebende Ziel ist. Wenn “Sandras GlücksFinderKinder” bei ihrem Glückstraining lernen, dass es ein erstrebenswertes Ziel höchster Priorität sei, den ganzen Tag Glücksgefühle zu verspüren und “das Glück” schlechthin sei es, sozusagen mit einem blödseligen Grinsen im Gesicht durch das Leben zu gehen, so halte ich das sogar für bedenklich.

Was Glück, also der günstige Ausgang eines Ereignisses” oder das Gelingen eines Planes, das Erreichen eines Zieles sein kann, das kann für den Einzelnen sicher sehr unterschiedlich sein. Für den einen können es eine gelungene Ehe, gesunde Kinder, Erfolg im Job, ein schönes Haus oder gar ein Lottogewinn sein, für den anderen sind es vielleicht schon die warme Wohnung und die regelmäßigen Mahlzeiten. Wir alle streben auf die eine oder andere Art nach dem, was für uns Glück bedeutet – das ist nur natürlich und richtig. Die Sucht nach einem permanenten “Highsein”, ist es sicher nicht.

Im guten Buch finde ich eine überdenkenswerten Hinweis darauf, wie Glück zu erlangen ist:

“8 Wenn du deinen Verstand schärfst, tust du dir selbst etwas Gutes; wenn du deiner Einsicht folgst, findest du das Glück.”
(Sprüche 19:8)

In diesem Sinne wünsche ich meinen geschätzten Lesern viel Glück!

 

 

 

Meine geschätzten Leser erinnern sich sicherlich, vor einigen Monaten bin ich von “hier nach dort” umgezogen. 

Schlohof 10 - BurgDie Wohnung gehört der Gemeinde, die das Gebäude, das auf den Resten einer alten Burg gebaut wurde, vor langer Zeit einmal als Rathaus genutzt hat. Meine Bewerbung um diese Wohnung ging also an die Gemeindeverwaltung und mein Ansprechpartner dort war der stellvertretende Gemeindekämmerer, ein sehr netter Mensch übrigens. (Ich bitte um Verständnis für diese Anmerkung – auch eine kleine, ländliche Gemeinde in Baden-Württemberg hat heutzutage einen Internetzugang!)
Irgendwann wurde ich dann ins Rathaus (das neue, moderne Rathaus) eingeladen, um den Mietvertrag zu unterzeichnen. Mein Erstaunen war recht groß, als mich dieser nette Mensch bei der Vertragsunterzeichnung fragte, ob denn meine Handynummer noch die aktuelle Nummer sei, unter der man mich erreichen könne. Verblüfft fragte ich mich und auch ihn, ob ich ihm denn diese Nummer mitgeteilt habe. Seine, von einem verlegenen Lächeln begleitete, lapidare Antwort war: “Na ja, Internet halt. Sie wissen ja, Google.”
Zunächst, ich gebe es offen zu, war ich ein wenig empört! Da spioniert mir also jemand nach. Der Abgleich mit meinem eigenen Verhalten hat die Empörung dann aber sehr schnell wie eine Seifenblase platzen lassen.

Ein neuer Nachbar ist ins Haus gezogen. Aha, Musiklehrer ist er also. Seine Lebensgefährtin? Ebenfalls Musiklehrerin, ist ja interessant. Kurz darauf – noch ein neuer Hausbewohner. So so, der ist also bei der Piraten Partei… ist ja witzig. Die Mutter meiner Zwillinge erzählt etwas über eine Kollegin, die offensichtlich psychisch ein wenig neben der Spur liegt. Ach, schau an! Die Dame ist aktives Mitglied eines Musikvereines? Seltsam, Musiker sind doch im allgemeinen ganz nette Zeitgenossen.
Kürzlich traf ich bei einem Seminar auf einen unangenehm lauten Dummschwätzer. Aha, der hat aber schon sehr viel angefangen und offensichtlich alles in den Sand gesetzt… Unser Dorfbäcker übrigens, hat anscheinend keinen Internetzugang, über den findet sich ja rein gar nichts im Web. Aber dafür umso mehr über unseren Pfarrer. Einer seiner Vorfahren  hat wohl um 1840 herum im Saarland eine Fabrik für Pappmaché-Produkte gegründet.

Google Endlos die Liste derjenigen Zeitgenossen, die ich im Nachgang zu alltäglichen Begegnungen schon regelrecht “durchgegooglet” habe. Bevor mir dieser nette stellvertretende Gemeindekämmerer sozusagen die Augen geöffnet hat, war mir gar nicht bewusst, wie sehr Google schon zu einem Bestandteil meines Sozialverhaltens geworden ist. Ob ein Busfahrer nun besonders freundlich oder besonders garstig agiert, er braucht nur ein Namensschildchen zu tragen und schon kann ich nicht widerstehen. Die Mutter einer Klassenkameradin einer meiner Töchter fällt mir unangenehm auf? – Google! Eine Zufallsbekanntschaft äußert sehr suspekte politische Ansichten? – Google! Meine Hausärztin erzählt mir von ihren Bedenken hinsichtlich eines bestimmten Medikamentes? – Google!
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mein Verhalten und meine exzessive Nutzung der Google Abfrage nun als bedenklich empfinden soll, oder ob einfach künftig der ganz normale Alltagsumgang mit anderen Menschen so aussieht: Jeder findet fast alles über fast jeden Mitmenschen heraus – so er denn will!
Übrigens, so ganz nebenbei gefragt: Wie buchstabiert man ihren Namen nochmal?

 

 

und zweitens als man denkt! (Wilhelm Busch)  Diese Erfahrung habe ich in den letzten Wochen auch gemacht. Der geneigte Leser wird sich vielleicht an meine vollmundige Ankündigung erinnern, hier während meiner Umzugs-, Renovierungs- und Umbauzeit – eingeschränkt aber doch regelmäßig – weiter den einen oder anderen Beitrag zu schreiben. Das Ergebnis: Versagen auf ganzer Linie!

Es freut mit umso mehr, dass der Kontakt zu vielen meiner geschätzten Blogbesucher dennoch nicht ganz abgerissen ist. Herzlichen Dank dafür!

Nun für alle Interessierten einen kurzen Zwischenstand:

Der Umzug und die Renovierung der alten Wohnung liegen natürlich längst hinter mir, und in der neuen Wohnung ist zumindest ein erträglicher, bewohnbarer Zustand erreicht. Alle weiteren Wünsche und Feinheiten müssen zurückstehen bis zum Ende August, wenn die erste Phase des Dachausbaus abgeschlossen sein wird. Also rechtzeitig zum Schulstart meiner Geminis
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und zum geplanten Start meiner Agentur im September. Bis dahin heißt es noch fleißig schuften und schwitzen. Zwar sind Deckendurchbruch, Abrissarbeiten, Einbau der Treppe und eines großen Dachfensters, sowie die Dämmung und das Setzen der Zwischenwände für die 2 neuen Kinderzimmer und das kleine Bad weitgehend abgeschlossen, aber Elektroinstallation, die Verlegung der Heizungs-, Wasser- und Abwasserrohre, Verlegung des Trockenestriches und des Bodenbelages, Einbau der Türen, etc., etc., erfordern noch eine Menge Einsatz.
Manchmal wird mir schon ein bissl schwindlig bei dem Gedanken daran, was ich mir als handwerklicher Vollamateur da so alles vorgenommen habe. 

Bayram2 Glücklicherweise gibt es Freunde die mich mit Ratschlägen und fehlenden Werkzeugen versorgen und einen Freund, der sich immer wieder, Stunden um Stunden, mit seinem Geschick, seinen handwerklichen Fähigkeiten und seiner Kraft auf dieser Dauerbaustelle einbringt.

 

Neben der Erfahrung, dass ich durch meinen Glauben eine großartige Adresse für Klagen, Seufzen und Bangen habe, eine mächtige Instanz für Bittgesuche, Anträge und Beschwerden, sowie einen Ansprechpartner für Danksagungen jeglicher Art (manchmal auch in gesungener Form auf der Leiter), von dem mir immer wieder Ermutigung geschenkt wird, habe ich auch noch eine ganz besondere Erfahrung in Bezug auf die Freundschaft gemacht. Ich möchte das mal mit den Worten des Schriftstellers Peter Bamm beschreiben:

Einem Kameraden hilft man. Einem Kollegen misstraut man. Mit einem Freunde ist man albern.

Bei den Temperaturen, die in der letzten Zeit vorherrschen und insbesondere bei Ausbauarbeiten unterm Dach spürbar werden, sind die Scherze und Albernheiten mit einem guten Freund sozusagen das Schmerzensgeld des Lebens und eine gute Motivationsquelle. Außerdem hilft eine gewisse Albernheit dabei, die Zipperlein, die Alter und ungewohnte Tätigkeiten mit sich bringen, großzügig zu übersehen.
Ein Aspekt der Freundschaft, den zu erleben ich jedem wünsche :-)

Max Planck führte die Konstante h (von Hilfsgröße) im Jahr 1900 zunächst nur als Hilfsmittel zur Lösung des Problems der Strahlungsverteilung schwarzer Körper (auch bezeichnet als Schwarzkörperstrahlung oder Hohlraumstrahlung) ein. Ihr Vorhandensein im quantenphysikalischen Formalismus bringt zum Ausdruck, dass es nur dann eine Wechselwirkung zwischen zwei Systemen geben kann, wenn sie etwas austauschen. Dieses Etwas kann nicht beliebig klein gemacht werden.

Dem geneigten Leser, so er nicht gerade Physiker oder ein begeisterter  Anhänger sonstiger Naturwissenschaften ist, mag es vielleicht ein wenig seltsam erscheinen, dass sich jemand, an einem ganz normalen Dienstagmorgen, gegen 8:00 Uhr früh, mit Fragen der Quantenphysik beschäftigt. Nun, ich bin gelegentlich ein bissl seltsam und deshalb tue ich so etwas. In Kürze beginnt wieder der – zur Zeit täglich anstehende – anstrengende Einsatz beim Dachausbau über der Wohnung meiner Zwillinge und ihrer Mutter. Die Zeitspanne vorher, zwischen dem ersten Kaffee und der Abfahrt zur Baustelle, nutze ich meist für einige Gedanken aus dem guten Buch, für die Kommunikation mit meinem Schöpfer und – damit der Kopf nicht zu kurz kommt – für das Nachsinnen über interessante Phänomene aus Wissenschaft und Philosophie.

Konstante h Nach der heutigen Beschäftigung mit Zusammenhängen zwischen Zeit und Raum und dem x-ten Versuch, mich diesen über die Wege der quantenphysikalischen Grundlagen und der Philosophie zu nähern, habe ich, wie meist in den Morgenstunden, noch ein wenig in meiner Blog Roll gestöbert. 

Tosani BlogDabei ist mir der neue Artikel von Mario Tosani (Twitterern als @Tosani bekannt) aufgefallen. Der Artikel hat den schönen Titel:
Wer sich keine Zeit für seine Freunde nimmt, dem nimmt die Zeit die Freunde. (russische Weisheit)

Wie immer in exzellenter Sprache und eindrücklichen Worten, schreibt Mario Tosani über Dinge aus denen wir Kraft schöpfen und Dinge, die uns Kraft kosten. Mit einem kleinen, amüsanten Video, stellt er die Bedeutung der Freundschaft heraus und wie wichtig es ist, sie zu pflegen.

Mir kam, beim Lesen des Artikels, der Gedanke, dass es wohl auch in der Beziehung zwischen Menschen, vornehmlich in Beziehungen freundschaftlicher Art, so etwas wie eine “Konstante h” (Hilfsgröße) gibt. Auch zwischen Menschen kann es nur ein Wechselwirkung geben, wenn sie etwas austauschen. Und dieses Etwas kann nicht beliebig klein gemacht werden!

Mein Fazit: Auch wenn ich zur Zeit sehr eingespannt bin und meine Online-Aktivitäten stark einschränke, ein wenig Austausch zwischen den “Systemen”, sprich, zwischen meinen geschätzten Lesern und mir, sollte doch von Zeit zu Zeit stattfinden. Damit die “Wechselwirkung” erhalten bleibt und sich weiter fortsetzt.

Ich wünsche allen Lesern eine erfolgreiche, gesegnete Woche!

 

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Einige meiner geneigten Leser wissen es ja schon: Ich werde demnächst umziehen. In den letzten Jahren bin ich fast täglich, mitunter mehrmals, die Strecke zwischen meinem Wohnort und dem Wohnort meiner Zwillinge und ihrer Mutter, gefahren. Im Zuge steigender Benzinpreise und der knapper werdenden Lebenszeit, scheint mir dieser Aufwand nicht mehr gerechtfertigt.

Umzug2

Nun heißt es, die alte Wohnung komplett zu renovieren und die neue Wohnung Stück für Stück einzurichten. Den Umzug selbst werde ich in der letzten Aprilwoche durchziehen. Die neue Wohnung hat den Vorteil, dass sie nur 50 Meter vom Kindergarten, den meine Zwillinge zur Zeit besuchen, entfernt liegt, und auch die Schule, in die sie ab September diesen Jahres gehen werden, ist nur wenige hundert Meter entfernt.
Es wird den beiden also künftig jederzeit möglich sein, mal bei Papa “anzuklingeln”, Nahrungs- und Getränkenachschub aufzunehmen und Hilfe bei den Hausaufgaben anzufordern.

dachausbau Gleichzeitig gibt es ab heute auch noch “anderswo” etwas zu tun. Die Mutter meiner Zwillinge hat ihre derzeitige Wohnung vor einigen Jahren mit der Option erworben, den darüber liegenden Dachboden auszubauen und dort zwei Kinderzimmer und ein kleines Badezimmer einzurichten. Hier stehen nun die ersten Baumaßnahmen an (Wärmedämmung, Elektro- und Heizungsinstallation, Wände errichten, etc.), die ich überwiegend selbst durchführen werde.

 

Da ich zeitgleich auch noch heftig damit befasst bin, meine neue berufliche Tätigkeit und den damit verbundenen Unternehmensstart vorzubereiten, werden meine Tage in der nächsten Zeit recht gut ausgefüllt sein.
Das bedeutet für mich zwangsläufig, an anderen Stellen Abstriche zu machen. Da ich ohnehin selten mehr als 5 Stunden Schlafenszeit in Anspruch nehme, wird in diesem Bereich kein großer Zeitgewinn mehr möglich sein.
Der einzige Weg, das eine oder andere Stündchen Zeit für all die anstehenden Arbeiten zu gewinnen, scheint mir die Einschränkung meiner Onlineaktivitäten zu sein.

Es wird deshalb hier in den nächsten Wochen nicht sehr viel Neues zu erwarten sein. Aber wie hieß es früher so schön, am Ende der jeweiligen “Tom und Jerry” Zeichentrickfilmfolgen im Fernsehen?

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder, keine Frage!

 

 

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Gastbeitrag von Ernesto Cardenal

Es gibt Situationen, da fühlt die Seele Seine Gegenwart plötzlich auf eine Weise, die einen Irrtum unmöglich macht, und mit Zittern und Angst ruft sie:”Du bist der, der Himmel und Erde gemacht hat!” Und sie will sich verstecken, will davonlaufen vor dieser Gegenwart und kann es doch nicht, weil sie wie zwischen Wand und Schwert steht, zwischen Ihm und Ihm.
Sie kann sich nicht verbergen, weil diese Gegenwart Himmel und Erde überschwemmt und weil sie auch die Seele vollkommen einhüllt.

Und die Seele, die ihr ganzes Leben lang dem Glück nachgelaufen ist, ohne es je ganz zu finden, die in jedem Augenblick die Schönheit und die Lust und die Freude gesucht hat und von allem immer mehr und mehr wollte, sie ruft jetzt in Todesangst, ausgelöscht in einem Ozean unerträglichen Glücks:”Es ist genug! Lass mich nicht länger diese Seligkeit spüren, wenn du mich liebst, sonst sterbe ich.” Sie spürt eine solche Süße in sich eindringen, dass diese Süße Schmerz wird, unendlicher Schmerz, eine unendliche Bitterkeit und eine unendliche Süße.

Das ganze dauert vielleicht eine einzige Sekunde, und vielleicht wiederholt es sich im ganzen Leben nicht noch einmal. Die Seele, die aber diese Sekunde erfahren hat, fühlt alle Schönheit und alle Freude und alles Glück dahinschwinden, sie sind “nichts als Dung”, wie die Heiligen sagen (Skybala – “Scheiße”, sagt Paulus), nichts erfreut sie mehr als diese Seligkeit. Von nun an wird ihr ganzes Leben ein Leben des Leidens und der Sehnsucht, weil sie wahnsinnig geworden ist, wahnsinnig vor Liebe und Verlangen nach dem, was sie einmal geschmeckt hat. Und sie würde alle Schmerzen und alle Folter erleiden, nur um ein zweites Mal noch eine Sekunde, noch einen Tropfen von dieser Gegenwart zu kosten. Freundschaft, Liebe, Wein, Reisen und Feste, alles ist für immer dahingeschwunden, nie mehr wird die Seele eine größere Freude verspüren als die, die sie einmal an sich erfahren durfte.

 

Das Buch von der Liebe

 

 

Ernesto Cardenal, Das Buch von der Liebe
Originaltitel: Vida en el amor
ISBN 3-579-00444-1
Copyright Peter Hammer Verlag, Wuppertal

 

 

 

Gestern fiel mir ein Tweet von Magnus Bühl (@erfolgsmatrix) auf, dessen Tweets ich sehr schätze. Für notorische Nichttwitterer vielleicht die Erläuterung, dass Tweets diese, auf 140 Zeichen begrenzten, Einlassungen der verschiedensten Menschen auf dem “Social-Media-Dienst” Twitter sind.

Tweet

Die Anmerkung “hmmm…” von Magnus, war auch meine erste Reaktion auf den Inhalt dieses Zitates. Ist das so? Kann heute tatsächlich nur noch der leben, der an kein Happy End mehr glaubt? Mir fiel dazu spontan eine kleine Geschichte ein, die ich vor Jahren einmal las.

Ein Junge sollte einen Hund bekommen. Zusammen mit seinem Vater sollte er sich beim Züchter einen Hund aussuchen. Vater und Junge betrachteten den Wurf Hunde, und der Vater fragte seinen Sohn, welchen von den Hunden er haben wolle. Der Junge schaute lange auf die durcheinander purzelnden Welpen und deutete schließlich auf einen Hund mit besonders heftig wedelndem Schwanz und sagte: “Diesen da mit dem glücklichen Ende!” Hundewelpen 

 

Jeder Mensch hat Sehnsucht nach einem glücklichen Leben und wartet auf ein glückliches Ende seiner Träume und Erwartungen. Aber das Leben hat uns, durch viele Enttäuschungen und geplatzte Träume gelehrt, dass allzu oft nur ein “dickes Ende” ins Haus steht. Lapidare Sätze wie "Das dicke Ende kommt noch..”  oder “Das dicke Ende kommt zuletzt!” zeigen ganz deutlich, dass Ängste und Befürchtungen oftmals unseren Horizont verdüstern

Dieser pessimistischen Erwartungshaltung will ich in meinem Leben keinen Raum geben. Immer in der Erwartung eines “dicken Endes” zu leben, alle Pläne und Träume mit einem negativen Vorzeichen zu versehen und ein “Happy End” schon gleich zu Anfang auszuschließen, das ist meine Sache nicht. Was für ein Leben soll das denn sein? Auch wenn Ernst Jünger, als Philosoph von Weltgeltung,  mir sicher in vielen Belangen haushoch überlegen war, in diesem Punkt erlaube ich mir eine andere Sicht.

Meine Hoffnung und mein Vertrauen richte ich da lieber auf das Versprechen meines Schöpfers. So wie es der Schreiber eines Psalms im guten Buch ausgedrückt hat:

Jetzt aber bleibe ich immer bei dir, und du hältst mich bei der Hand. Du führst mich nach deinem Plan und nimmst mich am Ende in Ehren auf. (Psalm 73:23,24 HfA)

 

Geburtstage sind ja immer ein willkommener Anlass, nicht nur über Vergangenes, sondern auch über die Zukunft nachzudenken. Das tue auch ich, und wenn ich so darüber nachsinne, was mir, in den vor mir liegenden Jahren, noch wichtig sein wird und kann, dann fallen mir viele Dinge ein. Einige ganz praktische Vorhaben, die es zu erledigen gilt. Vieles betrifft natürlich meinen Glauben und mein Leben als Christ.

Ein kurzer Text des Theologen Peter Spangenberg, der mir heute, beim Durchblättern ein Buches in den Blick geriet, hat mich darüber nachdenken lassen, was ich denn in meinem Leben für die Menschen sein möchte, die mich umgeben und für die, denen ich noch begegnen werde.
Mein Fazit: Ich will ein Narr sein.

Narr und Koenig

(Narr und König, Klaus Süß – Chemnitz)
 

Vor dem König

Ich habe Seiner Majestät immer
wichtige Ratschläge gegeben”,
begann leise der Minister für Inneres,
als es mit dem König zu Ende ging.
”Ich habe Seiner Majestät stets die Akten vorgelegt”,
sagte der Minister für Äußeres nach kurzem Schweigen.
”Ich habe seiner Majestät die Speisen zubereitet”,
meinte der Hofkoch etwas verlegen.
”Ich habe seiner Majestät die Kleider genäht”,
wieselte der Hofschneider um die großen Herren herum.
”Ich habe seiner Majestät die Wunden behandelt und die
Schmerzen erleichtert”,
warf sich der Hofarzt in die Brust.
”Ich habe seiner Majestät den Vertrag meines Landes
unterbreitet”,
ereiferte sich der Botschafter von Andalusien.
”Ich habe seiner Majestät die Beichte abgenommen und die
Predigt gehalten”,
fügte der Schlosspastor hinzu.
Schweigen entstand.
”Und du?”, flüsterte der sterbende Monarch,
”was hast du für mich getan?” Mit dieser Frage wandte er sich an
den Zwerg, seinen Hofnarren.
Der Kleine schlug einen Purzelbaum bis an das Sterbebett, lachte
breit, schlug sich auf die Schenkel und flüsterte dann bescheiden:
”Ich habe Euer Majestät immer die Wahrheit gesagt.”
Da lächelte der König.

Menschen erheitern, zum Lachen bringen, unterhalten, ihnen Ablenkung von Sorgen und in schwierigen Situationen geben – ein schönes Ziel. Und dabei aber nie aus den Augen verlieren, was ich ihnen schuldig bin: Die Wahrheit!

Durch einen Beitrag von Ilona bin ich auf dem Notizblog auf ein Video gestoßen, dass – zwar etwas amerikanisiert, aber doch ganz klar – aufzeigt, wie und warum wir konsumieren. Konsumieren in einer Art und einem Umfang, die nicht mehr zu verantworten sind. Zu meinem Eintrag – in dem dies Video in drei Teilen, mit deutscher Übersetzung, zu sehen ist – möchte ich noch vorab etwas anmerken:

  • Stuff-Story-1Die drei Teile dauern insgesamt ca. 20 Minuten. Es lohnt sich also nur  diesen Eintrag zu lesen und anzuschauen, wenn der geneigte Leser auch bereit ist, diese 20 Minuten seiner kostbaren Lebenszeit dafür einzusetzen.
  • Adolf Grimme Meine politische Haltung – und die spielt bei der Verbreitung dieses Videos ein große Rolle – ist eine “grüne Version” der folgenden Aussage von Adolf Grimme:
    ”Ein Sozialist kann auch Christ sein, aber ein Christ muss immer auch Sozialist sein.” Diese Haltung will ich nicht verschweigen, auch wenn es dem einen oder anderen Leser sauer aufstoßen sollte.

  • Wer, wie ich, Kinder hat (vor einigen Tagen bin ich zudem Großvater geworden), der macht sich (hoffentlich!) auch Gedanken darüber, was für eine Welt wir unseren Kindern und Enkeln hinterlassen. Mich erfüllt die Entwicklung in Politik und Wirtschaft, gelinde gesagt, mit großem Unbehagen.cslewis
  • Mitunter drängt sich mir die Frage auf: Sehen unsere Politiker und Wirtschaftsbosse denn eigentlich nicht, wohin sie uns führen? Wollen sie es vielleicht gar nicht sehen? In einem alten Aufsatz (1958) von C.S.Lewis habe ich dazu einen Gedanken gefunden, der mir manches erklärlicher scheinen lässt, mich allerdings auch ein Stückchen ratloser werden lässt.
  • Ich will kurz ein paar Sätze aus dem Aufsatz Gefügige Sklaven des Wohlfahrtsstaates” zitieren:
    All das bleibt eine Bedrohung, selbst dann, wenn der Gesellschaftsform, die sich von der Art unserer Bedürfnisse her anbietet, ein Erfolg ohnegleichen beschieden sein sollte. Aber ist das überhaupt sicher? Wer garantiert uns, dass unsere “Herren” das Versprechen, das uns dazu gebracht hat, uns an sie zu “verkaufen”, halten können und wollen? Lassen wir uns von Phrasen wie >Der Mensch nimmt sein Schicksal selbst in die Hand< nicht täuschen. Was in Wirklichkeit allein geschehen kann, ist höchstens, dass einige Menschen das Geschick der übrigen in die Hand nehmen. Sie werden auch nur Menschen sein; keiner von ihnen vollkommen, manche machtgierig, grausam und falsch. Je vollständiger wir vereinnahmt wurden, um so mehr Macht werden sie ausüben. Haben wir irgendeinen Grund entdeckt, warum Macht diesmal nicht ausarten sollte?”

Hier nun die drei Teile des Videos. Teil 1 erläutert die Grundlagen unseres linearen Systems, während Teil 2 und 3 mehr auf die Gründe, Hintergründe und Ziele eingehen:

Im guten Buch habe ich übrigens ein sehr altes Statement zur “politischen Situation” gefunden:
Jes 9,15 Denn die Führer dieses Volkes sind Verführer. Wer sich ihnen anvertraut, wird in die Irre geleitet.
Vielleicht ist es ja angebracht, unseren Blick nicht immer nur auf die Herrschenden zu richten, sondern höher, darüberhinaus!

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Wie jeden Abend habe ich auch heute Abend an meinem Schreibtisch gesessen, den vergangenen Tag Revue passieren lassen und überlegt, was morgen Wichtiges und Dringendes zu tun sein wird. Danach, auf der Suche nach einer geeigneten Bettlektüre, wurde ich beim Durchblättern eines Buches auf einen Text von Blaise Pascal aufmerksam. Lesen Sie selbst:

Blaise Pascal2Ein jeder prüfe seine Gedanken: Er wird sie alle mit der Vergangenheit oder mit der Zukunft beschäftigt finden. Wir denken fast gar nicht an die Gegenwart; und wenn wir daran denken, dann nur, damit wir aus ihr eine Einsicht erlangen, um über die Zukunft zu verfügen. Die Gegenwart ist nie unser Ziel: Die Vergangenheit und die Gegenwart sind unsere Mittel; die Zukunft allein ist unser Ziel. So leben wir nie, sondern wir hoffen zu leben, und während wir uns immer in Bereitschaft halten, glücklich zu sein, ist es unvermeidlich, dass wir es nie sind.”

Wenn ich heute zu Bett gehe, werde ich dankbar sein für den vergangenen Tag und mich auf den morgigen, neuen Tag freuen. Aber den Augenblick, den Moment vor dem Einschlafen, mit einem guten Buch, wenn alles um mich still und friedlich ist, den will ich glücklich genießen. Und morgen will ich versuchen, mich an die Anleitung zum “richtigen Leben” zu halten, die ich vor einiger Zeit einmal gelesen habe:

Heute richtig leben heißt: an diesem Tag alle Möglichkeiten nutzen, die Aufgaben, die nötig sind, die Wege, die möglich, die Begegnungen, die wichtig sind, wahrnehmen. Jede Stunde bewusst und richtig annehmen, ausleben und nichts auslassen. Richtig leben heißt aber auch: heute das Richtige tun, die Zeit mit guten und wertvollen Dingen füllen, Fehler vermeiden, Schaden abwenden, Liebe üben, die Wahrheit sagen und in den Grenzen bleiben, die dem Leben dienen. Heute richtig leben!

 

 

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Autor und Reporter für verschiedene Publikationen. Lieblingszitat: Wir müssen lernen, die Menschen weniger auf das, was sie tun und unterlassen, als auf das, was sie erleiden, anzusehen. (Dietrich Bonhoeffer)

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