Sehr gut nachvollziehbar und überdenkenswert!

kritisches-denken.blog

Was bei jedem Anschlag schon zur Routine wird, das gebetsmühlenartige Wiederholen von Phrasen und Appellen, ist auch dieses mal wieder hervorgetreten. In einem Spiegel-Artikel wird die psychische Krankheit des Täters verantwortlich gemacht für das Geschehen und auch nur allzu gerne die mangelnde soziale Einbindung. [1] Das ist natürlich nicht falsch. Einsamkeit und Isolation machen Menschen krank. Doch wieder einmal, wie es bei nahezu jedem Amoklauf der Fall ist, wird vollkommen vergessen, dass man nicht beginnt, andere zu hassen, wenn es keinen Grund dazu gibt. In dem verlinkten Artikel wird das Thema Mobbing sehr kurz abgehandelt, vermutlich, weil es so unangenehm ist und in den Appellen an die Gesellschaft enthalten.

Ein Amoklauf oder Anschlag wird meist betrauert. Aber betrauert man wirklich die Tatsache, dass Individuen, die vermutlich ihr Leben noch genießen wollten, ohne eigene Schuld grundlos in den Tod gerissen wurden? Eher weniger. Man spricht von einem Angriff auf die Gesellschaft…

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