Schon fast angekommen im Trubel der Weihnachtsvorbereitungen,
nehme ich das nahende Fest zum Anlass, einen meiner eigenen Blogeinträge zu diesem Thema zu recyceln. Da niemand gezwungen wird ihn zu lesen, hoffe ich, dass mir auch niemand die Wiederholung übel nimmt 😉

Sec's Notizen

In seinem Büchlein “Die Zeit” schreibt Étienne Klein über das Wesen der Zeit:

Wie kann man das Sein der Zeit begreifen, obwohl ja die Vergangenheit nicht mehr und die Zukunft noch nicht ist und die Gegenwart schon nicht mehr ist, wenn sie gerade anfängt zu sein? Wie kann es eine Existenz der Zeit geben, wenn sie nur aus solchen Nicht-Existenzen besteht?OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Tatsächlich ist die Zeit eine sehr schwer zu begreifende Sache und Klein kommt denn auch zu dem Schluss, dass es sehr gewagt ist, die Zeit auf eine so wenig reale Realität wie den Augenblick zu gründen. Er schreibt weiter:
Man stellt sich den Augenblick immer als eine Art zeitliches Atom vor, einen unteilbaren Grenzpunkt zwischen zwei Nichtigkeiten. Der Augenblick ist nur ein Schauder und ein Schauder hat kein ontologisches Gewicht. Wenn also, wie es Leonardo da Vinci in seinen “Fragmenten” formulierte, “der Augenblick keine Zeit besitzt”, wie könnte dann…

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