Kennen Sie das? Gut gelaunt starten Sie am Montagmorgen in eine neue Woche, voller Vorfreude auf das, was diese Woche wohl alles mit sich bringen wird. Und dann fällt Ihr Blick auf den Terminkalender.

VollerTerminkalender

Inmitten all der Termine und Tätigkeiten auf die Sie sich freuen, prangt ein Eintrag, der Ihnen schlagartig die gute Laune verdirbt. Eine unangenehme, langweilige und zeitraubende Tätigkeit steht an. Da fällt Ihnen – wie mancher Zeitgenosse das so flapsig auszudrücken pflegt – alles aus dem Gesicht. Ob es nun langweilige behördliche Formulare sind, der Termin bei einem Kunden, der Sie schon lange mit einer unberechtigten Reklamation nervt, eine längst fällige Reisekostenabrechnung oder die Vorbereitung für ein Meeting, bei dem Ihnen jetzt schon klar ist, dass es wieder nur ergebnislos und nervtötend sein wird. Ich glaube, wir alle kennen solche Arbeiten und Verpflichtungen.

Vor einiger Zeit las ich ein paar Zeilen, die etwas über den Sinn der Arbeit, jeder Arbeit aussagen.

Steine schleppen Drei Bauarbeiter sind dabei, auf einer Baustelle Steine zu schleppen, als ein Passant sie anspricht. Er fragt den ersten Arbeiter:”Was tun Sie da?” “Ich trage Steine!” brummt der und sieht dabei nicht einmal auf. “Was machen Sie?” fragt er den zweiten Arbeiter. Seufzend antwortet der:”Ich muss Geld verdienen, um meine große Familie ernähren zu können!” Schließlich wird auch der dritte Arbeiter gefragt:”Und was tun Sie?” Der blickt auf den Fragenden, dann auf das Bauwerk und sagt leise:”Ich baue mit an einem Krankenhaus!”

Es ist die gleiche Arbeit, aber es sind ganz verschiedene Motive. So manche Arbeit kann sehr ermüdend und lästig erscheinen. Wenn es uns aber gelingt, sie nicht von ihrer augenblicklichen Belastung, dem momentanen Zeitaufwand her oder nach ihrem Stellenwert auf unserer Beliebtheitsskala zu beurteilen, sondern von ihrem Ziel her , dann kann sie durchaus an Sinnhaftigkeit gewinnen. Nicht die Frage:”Warum muss das sein?”, sondern die Frage nach dem “Wozu”, kann mit mancher ungeliebten Arbeit versöhnen.
Ganz nebenbei hilft uns diese Frage auch, unsere Prioritäten neu zu setzen und so vielleicht Unnötiges auszusortieren.

Bei Axel Kühner habe ich dazu noch folgende, nachdenkenswerte Sätze gefunden: Alle menschliche Arbeit sollte auch eine lebendige Beziehung zum Menschen haben. Sie ist ein soziales Werk. Und alle Arbeit sollte eine Beziehung zu Gott haben. Wenn  unsere Arbeit die soziale und geistliche Dimension verliert, verliert sie ihren Sinn.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche!

 

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