Eine Frage an meine geschätzten Leser: Welches ist wohl der traurigste und tragischte Ort in einer Stadt? Ich denke, es ist der Friedhof!

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Ich empfinde Friedhöfe nicht etwa deshalb als “tragische Orte”, weil dort Menschen begraben liegen. Der Tod gehört zu unserem Leben. Unser physisches Ende ist sozusagen schon gleich zu Anfang des Lebens absehbar.

Tragisch ist vor allem, was in und mit den Menschen die dort liegen, begraben wurde. Dort liegen Bücher und Lieder, die nie geschrieben wurden, Predigten, die niemals gepredigt, Vergebung, die nie gewährt wurde, Erfindungen, die nie entwickelt wurden, unendlich viel Potenzial, das nie realisiert wurde. Beklagenswert hohe Verluste, die mir deshalb so tragisch erscheinen, weil sie häufig dadurch entstanden sind, dass jemand  Kritik, Ablehnung, finanzielle Schwierigkeiten oder körperliche Gefahr fürchtete.

Wenn Menschen ein Leben lang unter ihren Möglichkeiten bleiben, ihr gottgegebenes Potenzial niemals auch nur ansatzweise verwirklichen, dann können wir nur leise ahnen, welche Verluste das zur Folge hat. Deshalb möchte ich mir und meinen Lesern immer wieder Mut machen: Lebe deine Möglichkeiten! Was haben wir schon zu verlieren?

Für Menschen, die mit dem christlichen Glauben etwas anfangen können oder wollen, finden sich bei Daniel Kolenda übrigens einige gute Gedanken dazu.

 

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