Den sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache (Quintus Ennius, röm. Dichter 239 – 169 v.Chr.)

Wenn man einen Blick auf die Schlagzeilen der Online – Nachrichtenportale wirft, könnte man leicht zu der Ansicht kommen: Das ganze Leben ist eine “unsichere Sache”. Selbst wenn einmal nicht in erster Linie über Naturkatastrophen, kriegerische Handlungen, Morde, Folter, Verfolgung oder entsetzliches Leiden und Sterben durch Armut berichtet wird, sind auch dann die täglichen Nachrichten bestens geeignet, einer allgemeinen tiefen Verunsicherung den Weg zu bahnen.

Griechenland, Spanien, Portugal und andere EU Länder bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit auf die Zahlungsunfähigkeit zu. Wirtschaftsasse und Börsenprofis flüchten in den Dollar, zurück in den Euro und wieder in den Dollar. Der Goldhandel zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass z.B. in London ein vielfaches der tatsächlich vorhandenen Goldmenge gehandelt wird. Die Goldtresore sind leer und wenn jeder, der einen verbrieften Goldbesitz sein Eigen nennt, dies Gold tatsächlich physisch einfordert, wird die bisherige “Krise” nur noch als harmloses Vorspiel erscheinen.

Überschuldung allenthalben, Arbeitsplatzabbau, Zukunftsängste und eine große Ratlosigkeit, die man am besten mit dem Satz “Denn sie wissen nicht, was sie tun sollen…” beschreiben kann. Der neue ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, schwallt von der Notwendigkeit zur Einrichtung einer “Europäischen Wirtschaftsregierung”. Künftig soll der Rat, dem Van Rompuy vorsteht, „spezifische Maßnahmen“ für alle Euro-Länder beschließen und überwachen. Das heißt, die einzelnen Länder werden nicht mehr eine eigene Wirtschaftspolitik betreiben dürfen, sondern dies übernimmt Brüssel für alle Länder. Das sei nach Artikel 136 des Lissabon-Vertrages möglich. Womit Herr Van Rompuy nicht unbedingt zur Beruhigung der Gemüter beiträgt.

Es könnte einem Angst und Bange werden, bei all den düsteren Prognosen und undurchschaubaren Szenarien.

Warum ich dennoch meinen Optimismus nicht verliere? Nun, ich bin – so wurde mir das von klugen Zeitgenossen eindrücklich attestiert – ein naiver, durch und durch einfältiger Zeitgenosse.
Der Philosoph Karl Jaspers hat den folgenden Satz geprägt: “Der Anspruch der Situation an den Menschen scheint in der Tat von der Art, dass nur ein Wesen, das mehr als Mensch ist, ihm Genüge tun kann.” Und an anderer Stelle schreibt er: “Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verlässlich, am wenigsten in großer Not.”

Da komme ich dann zurück zu den Worten des Quintus Ennius,

“den sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache.”

In meiner Einfältigkeit weiß ich mich – bei allen schlechten Nachrichten, Krisen und Katastrophen und düsteren Zukunftsprognosen – dennoch geborgen bei einem sicheren Freund.

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He Cares For You

Er sorgt sich um mich und für mich!  Wäre das nicht auch etwas für Sie?

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