Heute las ich eine kleine Geschichte, die mich nachdenklich gemacht hat:
 

pferd

Ein Vater fragte seinen Jungen, was er sich zum Geburtstag wünsche. Spontan antwortete der Sohn: “Ein Pferd!”  Erschrocken fragte der Vater zurück: “Aus Holz?” “Nein!” “Aus Pappe?” “Nein!” “Aus Metall?” “Nein!” Aus Plastik?” “Nein!” “Ja, woraus dann?” Der Junge antwortete energisch: “Aus Pferd!” Das ist wahr, ein echtes Pferd kann nur aus Pferd selber sein. Alles andere wäre billiger Ersatz.

Wenn ich darüber nachdenke was wir uns wünschen, dann glaube ich, den größten Wunsch eines jeden Menschen können wir mit einem Wort ausdrücken: Leben, ganzes, erfülltes Leben! Wenn jemand fragen würde: “Aus Arbeit?” “Nein!” “Aus Erfolg?” “Nein!” “Aus Idealen?” “Nein!” “Ja, woraus dann?” “Aus Leben!”

Leben kann nur aus Leben selber sein!

Blume im WindMein wichtigstes Buch, die Bibel, beschreibt unser Leben so: “ Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Feld.  Wenn der Wind darüber fegt, ist sie spurlos verschwunden, und niemand weiß, wo sie geblüht hat. “ Unsere Lebenszeit ist nur ein kleiner Moment in der Geschichte der gesamten Menschheit und deshalb sollte die Frage erlaubt sein: Woraus besteht es? Aus dem unermüdlichen Streben nach Erfolgen, Geld, Luxus, Karriere, Komfort, Ansehen, Macht und Einfluss? Ist das Leben?

Ich glaube nicht! Jedenfalls kann das doch nicht alles sein. Eben weil es so vergänglich und kurz ist, will das Leben gelebt sein, mit allen Sinnen! In der, von vielen so belächelten und geschmähten, guten alten Bibel gibt es dazu eine ausgezeichnete Empfehlung. Wusstest du das?

“Nimm das Leben als ein Fest: Trag immer frisch gewaschene Kleider und sprenge duftendes Öl auf dein Haar!
Genieße jeden Tag mit der Frau, die du liebst, solange das Leben dauert, das Gott dir unter der Sonne geschenkt hat, dieses vergängliche und vergebliche Leben. Denn das ist der Lohn für die Mühsal und Plage, die du hast unter der Sonne.
Genieße dein Leben, bevor es zu Ende geht, wie eine silberne Schnur zerreißt oder eine goldene Schale zerbricht, wie ein Krug an der Quelle in Scherben geht oder das Schöpfrad zerbrochen in den Brunnen stürzt.
Dann kehrt der Leib zur Erde zurück, aus der er entstanden ist, und der Lebensgeist geht zu Gott, der ihn gegeben hat.”
  (aus Kohelet)

Bei aller Mühe, allem beruflichen Streben, aller Verantwortung im Jetzt und für die Zukunft unserer Kinder, bei aller Anteilnahme für den Armen, den leidenden Mitmenschen, allem Streben nach Frieden und Gerechtigkeit in dieser Welt, gilt es doch nicht aus den Augen zu verlieren das Leben zu leben. Mit Freude, jeden Tag!

 

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